Resonanzspeicher

Die Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft in Bonn ist eine gemeinnützige Stiftung, die sich auf die Förderung von Kunst und Kultur im öffentlichen Raum sowie die Verbindung von Kunst und gesellschaftlichen Fragestellungen konzentriert.

©Ruth Gilberger, Schwimmbad Pirmasens

Eine Skulptur der Zwischentöne und Geschichten

Um die entstehenden Resonanzen aus dem öffentlichen Raum zu speichern und in Zusammenhang zu bringen, haben wir mit dem Team um Ruth Gilberger eine partizipative Plattform in Form einer digitalen Skulptur entwickelt.

Dieser Resonanzspeicher sammelt Text-, Bild- und Videobeiträge, die vom Team an verschiedenen Orten erstellt werden. Die Geschichten und Erlebnisse spiegeln wider, wie die künstlerischen Impulse und die Präsenz des Teams auf die Menschen vor Ort wirken.

Der Speicher ermöglicht es, diese Beiträge langfristig zu archivieren, miteinander zu verknüpfen und öffentlich zugänglich zu machen. Es entstehen assoziative, nicht-hierarchische und spielerische Eindrücke – visuell wie auditiv –, die sich geordnet oder bewusst chaotisch präsentieren lassen.





Der Speicher als gemeinsames Gedächtnis und kultureller, digitaler Raum

Befüllt wird der Speicher vom Projektteam der Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft oder von den Menschen vor Ort. Passanten und Teilnehmende werden über eine separate Anwendung gefragt: „Was sind deine Bausteine für die Zukunft?" Die beinahe philosophischen Antworten werden gesammelt und können als gedruckte Postkarte mitgenommen werden – und bereichern zugleich die digitale Skulptur um neue Bausteine oder minimalistische Zeichnungen und Freitexte:




Individuelles Erleben

Der Speicher ist für Besucher*innen vielfältig konfigurierbar und ermöglicht so ein individuelles Erleben im digitalen Raum. Er bietet bewusst keine klassischen Hierarchien, vorgegebenen Wege oder Kategorisierungen. Stattdessen fordert er Freigeist, Mut und Muße – und die Bereitschaft, sich ohne definiertes Ziel einzulassen. Das Erleben und die visuelle Reise durch den Speicher stehen im Vordergrund, nicht ein bestimmtes Ziel oder eine gezielte Suche.
Der Speicher setzt sich damit bewusst vom kommerziell geprägten Internet ab und schafft einen Kultur- und Gedächtnisraum – für das Projektteam ebenso wie für die Gesellschaft.