machwerkschau 4

Für die 4. machwerkschau und das machwerkhaus köln haben wir ein visuelles Konzept entwickelt, das den Prozess der Entstehung zelebriert. Unter der Leitidee „Unfertig, Prozesshaft, alles ist in Bewegung“ spiegelt die Gestaltung die Dynamik urbaner Produktion und des echten Handwerks wider.

Grafisches Ausstellungsplakat der machwerkschau 4 mit einer abstrakten, rot-schwarzen Komposition aus überlagerten Flächen und prozesshafter Typografie.
Plakat der 4. machwerkschau (Urban Wall Poster Mockup by Lendrit Sinani)

Die Philosophie: Sichtbarmachung des Handwerks
Anstatt fertige Oberflächen zu inszenieren, rückt unser Design die Sichtbarmachung des Verfahrens und der Materialität in den Fokus. Das Corporate Design bricht bewusst mit statischen Konventionen:

  • Prozesshafte Ästhetik: Durch den Einsatz von grafischen Elementen, die formal im Fluss oder „unfertig“ wirken, kommunizieren wir den Werkstattcharakter des Hauses.

  • Risografie als Methode: In der digitalen Adaption und im Print haben wir die Technik des Risodrucks als zentrales Stilmittel genutzt. Jede Farbebene trägt Spuren des Prozesses, Flächen überlagern sich und wachsen zu neuen Bildern.

  • Nachhaltigkeit durch Reduktion: Entstanden aus dem Wunsch, mit einfachen Mitteln und schonenden Ressourcen etwas Bleibendes zu schaffen, verbindet das Konzept Material, Bauweise und Methode zu einer synergetischen Einheit.

Zentrales Key Visual des Corporate Designs: Eine dynamische Überlagerung von grob gerasterten Bildelementen und geometrischen Formen, die den Charakter urbaner Produktion widerspiegeln.
Key Visual der 4. machwerkschau

Analoge Präsenz & Signaletik
Die visuelle Identität wurde über eine Vielzahl von analogen und digitalen Touchpoints konsequent dekliniert. Dabei dienten die grafischen Symbole nicht nur der Dekoration, sondern übernahmen klare funktionale Rollen als Absender der Botschaft oder zur zeitlichen Visualisierung von Events.

Übersicht der grafischen Symbole des Corporate Designs: Geometrische Icons und Rasterflächen, die als funktionale Leitsymbole für Veranstaltungen und das Machwerkhaus dienen.

In der Darstellung der machwerker*innen verbinden wir die Menschen unmittelbar mit ihren Ergebnissen: In einer synergetischen Collage aus authentischer Fotografie und abstrakten Overlays verschmilzt das Porträt mit den grob gerasterten Silhouetten der eigenen Produkte. Diese Darstellungsweise ist visuelle Metapher für das Handwerk, das Material und den Prozess und macht so die kreative Vielfalt im machwerkhaus unmittelbar greifbar.

Dreiteilige Bildserie: Authentische Porträts von Handwerkern bei der Arbeit, überlagert mit grob gerasterten, roten Silhouetten ihrer Produkte wie einem Stuhl und einer Leuchte. Plakat zum machwerktag mit gerasterten Produkten der Mitmachenden.

Umgesetzte Formate
Weiterentwicklung des CD für Print und Digital, Gestaltung von Plakaten und Anzeigen (u.a. für Stadtrevue/Ecohopper), Ausstellungsflyer, Anmeldeformulare, digitale Banner für Web und Social Media sowie Faltplan, modulares Wegeleitsystem, Fahnen und Poster für die Signaletik vor Ort.

Über die 4. machwerkschau
Im Oktober 2025 präsentierten über 50 Aussteller (Marken, Manufakturen, Designer und Studierende) aus dem In- und Ausland Projekte, Prototypen und Produktneuheiten. Das machwerkhaus als einer der zentralen Schauplätze der idd für hochwertiges Design besuchten rund 12.000 Besucher – darunter Fachpublikum, Presse, Studierende und viele designinteressierte Gäste. Das Programm wurde durch Workshops, Vorträge, Kunstinstallationen und einen Professionals Day ergänzt.

Die gestalterische Weiterentwicklung des CD erfolgte Hand in Hand mit dem Relaunch der Webseite.