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colmena

Ein Schwarm elektronischer Lebewesen in Palma de Mallorca

Im Rahmen des Projektes "elektronic life forms" entwickeln Pascal Glissmann von subcologne und Martina Höfflin vom Büro für Brauchbarkeit vom Okt. 2009 - Juli 2010 einen Schwarm von 100 elektronischen Lebewesen, die in handgehäkelten Nestern aus dünnem Kabel leben. 

Durch die solargefütterten, analogen Schaltkreise werden die künstlichen Lebensformen mit dem ersten Sonnenstrahl morgens zum Leben erweckt und schlafen bei Sonnenuntergang wieder ein. Kleine Motoren bewegen Tentakel, Piezo-Lautsprecher erzeugen unregelmässige Geräusche, die mit den Geräuschen der umgebenden Natur verschmelzen. Witterung sowie Schatten durch Blätter, Wolken oder Beobachter bewirken Unregelmässigkeiten bei Geräuschen und Bewegungen, die Schaltkreise wirken so autark und unvorhersehbar.

Die Nester hängen in Schwärmen an unterschiedlichen Stellen im Park der Joan Miro Foundation damit die Besucher der ehemaligen Ateliers von Miro sie entdecken und beobachten können. Die künstlichen Lebewesen verschmelzen mit der Natur und wirken lebendig, eine Vorstellung, die Joan Miro von seinen Skulpturen und seiner Figurensammlung hatte.

“may my sculpture be confused with the elements of nature, trees, rocks, roots, mountains, plants, flowers; build a workshop on the countryside (...) and form time to time, take the sculptures outside, so that they blend with nature” *

*aus: Margit Rowell (ed.) Joan Miró. Escritos y conversaciones. Valencia-Murcia: Institut Valencià d’Art Modern, Colegio de Aparejadores y Arquitectos Técnicos de Murcia, 2002

Die Installation wird noch bis zum Oktober 2010 im Park der Miro Stiftung zu sehen sein. Das Projekt "colmena" ist Preisträger des Pilar Juncosa i Sotheby’s 2009 award der Miro Stiftung in Palma de Mallorca, kuratiert von Pau Waelder.

Mehr Informationen

Projektwebseite: electronic life forms
Video von Pau Waelder
Webseite der Foundation